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Dienstag, 3. September 2013

*Reihenrezension* Malice, Havoc von Chris Wooding

Autor: Chris Wooding *hier* zur Website
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Genre: unsere Bibliothek ordnet es zu Thriller...
Seiten: 425/ 447
Preis: 16,95
*kauf mich* (Band 1) / *hier* Band 2


Band 1:
 Eine finstere Comicwelt voller bösartiger Maschinenwesen und heimtückischer Labyrinthe - das ist Malice. Wer den Hüter des Comics, Tall Jake, in einem geheimen Ritual ruft und dorthin gelangt, heißt es, den erwarte das Abenteuer seines Lebens - und der sichere Tod. Seth und Kady schenken den Gerüchten keinen Glauben. Bis ihr Freund Luke spurlos verschwindet.(...) QUELLE
*Band 2 wird nicht gespoilert*

Ich finde das schlichte Design gut, habe mir aber Tall Jake weitaus bedrohlicher vorgestellt oder vielleicht viel mehr, dass er auf dem Cover nicht zu sehen ist, bleibt er doch im Buch immer versteckt und geheimnisvoll. Die im Hintergrund dargestellten Städte kann ich leider auf Anhieb nich identifizieren, aber es sieht schon genial aus ^^  Zwischen deutschem und englischem Cover wurde übrigens glücklicherweise kaum ein Unterschied gemacht.

  *Im Wörterbuch nachschlag, was die Titel bedeuten* Malice, engl.: die Böswilligkeit, klingt doch bedrohlich, oder? Soll es auch. Ist es auch. Das Intro ist allerdings eher ruhig und der Leser rutscht völlig unbemerkt in die dunklen Abgründe von Malice, einer überaus fantasievoll gestalteten, spannenden und ein bisschen tödlichen Comicwelt, mit der ich mich sofort habe anfreunden können. Eine riesige Palette an faszinierenden Wesen, Plätzen, Menschen, Absichten und Ideen haben meine Fantasie in den Wahnsinn getrieben und füllten meinen Kopf und meinen Zeichenblock bis auf den letzten Zentimeter. Eingefangen von all den Eindrücken wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Die drei Protagonisten sind intelligent und stürzen sich ins Leben und ins Abenteuer. Wobei sie sich kein Stück ähneln und mit völlig verschiedenen Einstellungen mit der Situation umgehen. Ich muss sagen, ich hatte sie schon nach den ersten Seiten liebgewonnen und die ganze Geschichte über mitgefiebert. Der etwas trockene und sarkastische Humor von Justin, der definitiv schon zu lange in Malice lebt, brachte mich zwischendurch zum schmunzeln und es war einfach unterhaltsam.
Dadurch, dass die Handlung an zwei verschiedenen Orten stattfindet, hat man perspektivwechsel und muss einfach immer weiter lesen. Stellenweise kann man den Comic selbst über mehrere Seiten lesen und die unübersichtlichen, aber ultramegagalaktischgenialen Zeichnungen bestaunen. Trotz des dauernden Springens ist der berühmte rote Faden zu jedem Zeitpunkt präsent und der Plot ist wunderbar verständlich - und trotzdem nicht langweilig. Richtig geschockt war ich aber auch eher selten.

Leider hatte ich teilweise leichte Probleme mit dem Schreibstil und ich werde nie in meinem Leben mehr die Worte "tödlicher Ernst" und "Alter" hören können ohne den Impuls, jemanden zu schlagen und mich anschließend zu übergeben. Ansonsten ließ es sich großteils flüssig lesen und der tolle Plot lässt mich über kleinere Stolpersteine hinwegsehen.

Zu Havoc, engl: die Zerstörung/ Verwüstung/ das Chaos gibt es eigentlich nicht sehr viel mehr zu sagen. Einige wunderbare und schreckliche, aber geniale neue Charaktere und Ideen und eine epische Fortsetzung. Fragen werden beantwortet und die beeindruckende Welt vergrößert sich mehr und mehr und man kann sich ein riesiges Puzzle langsam zusammensetzen.
Das Ende ist unzufriedenstellend offen und doch klasse.
Herzlichen Glückwunsch übrigens, dass hier wirklich nur diese beiden Bände erschienen sind, auch wenn ich gerne ein weiteres Abenteuer in Malice zu lesen bekommen hätte, großes Lob, dass es keine Trilogie ist!

 Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin Chris Woodings Fantasie verfallen. Um Mich richtig zu verlieben hätte ich mir an manchen Stellen einfach noch ein bisschen mehr Grusel gewünscht und für Justin einen größeren Wortschatz. Ansonsten große klasse und ich liebe diesen Comic.


An den lieben Menschen, der mir das Buch auf den Schreibtisch gelegt hat :) Du musst Band zwei unbedingt lesen!

LG, Hannah

Mittwoch, 26. Juni 2013

*Dialogrezension* Die Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh O'Brien

Sicherlich nicht die beste Dystopie, die es jemals gab, aber auf jeden Fall lesenswert.




Autorin: Caragh O'Brien
Titel:  Die Stadt der verschwundenen Kinder

original Titel: Birthmarked
Genre: Dystopie Seiten: 464 
Verlag: Heyne
Preis:
Taschenbuch: 8,99€ Hardcover: 16,99€

*kauf mich

Reihe:
Die Stadt der verschwundenen Kinder
Das Land der verlorenen Träume
Der Weg der gefallenen Sterne
 




Die Rezi ist nicht von mir und Hannah, also wundert euch nicht, hier hat eine Freundin von mir mitgetextet

Eine junge Heldin, ein furchtbares Geheimnis, eine Welt zwischen Licht und Dunkel
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Dieses Cover, das man schon gefühlte 10.000 mal gesehen hat. Egal ob es "Glimmerglass" ist, dass fast exakt identisch aussieht, die nächsten beiden Bände, die bis auf die etwas andere Farbe auch unglaublich ähnlich ist, oder einfach nur dieses Mädchengesicht, das zum Beispiel in der Ewiglich-Triologie, wenn auch ein bisschen geschminkt, zu sehen ist. Ernsthaft?
Bitte ihr lieben Verlage, denkt euch mal was neues aus xD
Unglaublich schön finde ich aber das Sternzeichen, dass über jeder Kapitelüberschrift in grauen Punkten gedruckt ist. Das passt einerseits gut zur Geschichte und andererseits kann man doch mal schauen, welche Sternzeichen man den noch kennt :)


Anna:
Der Schreibstil ist wirklich angenehm, nicht übermäßig spannend, aber auch nicht zu langweilig, sodass sich das Buch schnell und gut in einem Rutsch durchlesen lässt, auch wenn das Buch dafür nicht allzu viel Tiefe bietet. Schade sowas.
Lena:
Da kann ich nur zustimmen :)
Anna:
Die Idee mit einer alles vernichtenden Krankheit ist ja nicht grade neu, aber wie sie hier aufgebaut ist, sodass es eben nicht dieses typische "Ich bin ein Zombie, dürfte ich dich bitte anstecken" ist, sondern eine Krankheit, die wir schon heute kennen. Grade weil es in der Zukunft, die hier beschrieben wird, nicht mal mehr wirkliche Krankenhäuser gibt wirkt das ganze teilweise eher mittelalterlich, während die Oberstadt... naja, fortschrittlich kann man nicht sagen, vielleicht... weniger mittelalterlich. (Ja, ich bin heute extrem einfallsreich, ne? )
Lena:
Gaia fand ich irgendwie komisch beschrieben, genau wie ihre Eltern und Leon.
Anna:
Mir waren Gaia und die anderen Charaktere auch etwas zu blass, einfach etwas zu perfekt und auch ein winziges bisschen zu vorhersehbar, aber trotzdem, die Handlungen waren wirklich nachvollziehbar und das war mir hier auch das wichtigste. Ach ja, eins noch: Gaia ist die erste Protagonistin in einer Dystopie, die nicht unglaublich schön ist...
Lena:
Das ist auch ein positiver Punkt *lach*
Anna:
Wie sie lernt, damit umzugehen, dass jemand sie nicht absolut hässlich findet, fand ich gut beschrieben, aber einen richtig schönen Spoiler habe ich da für euch (nichts, dass euch dann am Lesevergnügen hindern würde). Ich erzähle euch jetzt mal nicht, wer, das gesagt, hat, aber die Stelle sieht in etwa so aus:
Spoiler:
Du bist eigentlich ganz hübsch, weißt du? Ich blende einfach die hässliche Seite deines Gesichts aus.
Anna: Ich dachte mir nur in etwa "WTF?" Ich würde mich auch freuen, wenn jemand mir sagt, dass z.b. meine Nase zu hässlich ist und er sie deshalb mental übertapeziert?
Lena: Ja, wahnsinnig würdest du dich freuen xD

Beide: 
Eine Lektion, die wir definitiv von diesem Buch gelernt haben, ist, dass wir auf keinen Fall Hebamme werden wollen. Okay, wir haben uns beide zusammen auf dem Sofa genüsslich angeschaut, wie in Herr der Ringe die Köpfe der Gefallenen mit den Katapulten "zurückgesendet" werden, aber die Beschreibungen der Entbindungen waren dann doch etwas eklig.... Ja, das ist sinnlos, aber kennt ihr das auch?

 Eine Dystopie, die wirklich lesenswert ist, man aber nicht umbedingt gelesen haben muss, deshalb gibt es einfach mal solide 4 Blümchen für eine nette Idee mit guter Umsetzung :)

Abc-Challenge nr. 2: Buchstabe S

Montag, 27. Mai 2013

*Buchrezension* Vollstrecker der Königin-Der Baeldin-Mord von Angelika Diem

Die erste Novelle und wahrscheinlich das erste Buch, das uns zu 100% überrascht hat :)





Autorin: Angelika Diem
 
Titel: Vollstrecker der Königin - der Baeldin-Mord
  
Verlag: Machandel

Genre: Öhm.. Fantasykrimi?  Seiten: 120

Preis Taschenbuch: 4,90 ebook: 1,65 via Amazon

*kauf mich*





ACHTUNG LANG! Wie man zu so einem kurzen Buch so viel schreiben kann? Keine Ahnung :)

Als auf Schloss Baeldin eine einfache Zofe ermordet wird, wählt der Meister des Schwarzen Turmes mit Caitlynn ausgerechnet seine unerfahrenste Vollstreckerin aus, den Schuldigen ausfindig zu machen und zu richten.
Hoch im Norden, nahe der Grenze zu den hasserfüllten Horden der Coridin ist der Empfang so kalt wie der Schneesturm, der um Schloss Baeldin tobt.
Noch bevor Caitlynn ihren Schmerzstein füllen kann, schlägt ihr Misstrauen und Verachtung entgegen. Rasch wird klar, dass sie hier niemandem trauen kann, denn selbst das Mordopfer war nicht, was sie vorgab zu sein...QUELLE

Gefällt uns zwar nicht wirklich, passt aber 1A zum Buch, genau wie der Titel :)

Anna:
Fantasybücher haben für mich idealerweise zwischen 350 bis 600 Seiten, deshalb musste ich mich hier doch erstmal umstellen, auf der anderen Seite muss ich die Autorin aber auch dafür bewundern, dass sie in nur 120 Seiten eine ganze Welt vorstellen konnte, was hier wirklich gut gelöst ist.
Wenn ich im Vergleich z.B. der Kuss des Kjer (600 Seiten) und Vollstrecker der Königin mit nur einem fünftel der Seiten sehe, weiß ich vielleicht über die Welt von Kuss des Kjer mehr, aber grade dass soviel offenbleibt, lässt viel Spielraum für die eigene Fantasie, was das Buch ein Stück weit... individueller wirken lässt?
Jedenfalls glaube ich, dass jeder dieses Buch etwas anders empfindet, da einfach nicht ganz soviel "vorgekaut" wird wie bei anderen Büchern.
Hannah:
Eigentlich hat es mir auch gefallen, dass die Novelle so kurz war, allerdings reichte es bei mir nicht vollständig aus, um mich in diese Welt entführen zu lassen. Andererseits hatte ich aber nicht das Gefühl, dass etwas Wichtiges fehlte. Es war nur mein persönlicher Eindruck.
Durch den Schreibstil fühlt man sich sofort zurückversetzt in eine andere Zeit. Frau Diem gelingt es ihre Welt im Kopf des Lesers entstehen zu lassen und vermittelt Lebensstil und Zeitgeist wie ich finde sehr interessant.

Anna:
Die Novelle selbst findet, wenn man von Pro- und Epilog mal absieht, nur an einem Ort statt, wenn man mal von der kurzen Fahrt dorthin absieht: Das Schloss Baeldin.

Das ist auch der Grund, warum es mich zum ersten mal nicht gestört hat, dass es keine Landkarte gibt, und es ist schon wieder etwas, was einem in der Fantasy nicht oft begegnet, mir fällt spontan kein einziges Fantasybuch ein, dass nicht von einer ellenlangen Reise erzählt. Also noch ein Grund, warum diese Novelle eine wirklich nette Abwechslung für zwischendurch ist.
 
Hannah:
Außerdem spielt der Rest der Welt hier keine übermäßig große Rolle, wird aber immerhin angesprochen und man bekommt auch einen einigermaßen guten un umfangreichen Überblick.

Anna:
Ein anderer Grund dafür. dass ich in dieser Welt nicht leben wollen würde ist das Karma. Nicht nur nach dem Motto: Och nö, muss nicht sein, sondern wegen dem Karma des Karmas *Genitiv for the win*.
Ich würde es stattdessen am ehesten mit "der Macht" aus Star Wars vergleichen. Man kann damit viel Gutes anstellen, aber es bleibt eben noch immer Macht. Natürlich gibt es das auch in anderen Büchern, aber hier ist diese Macht nicht so unterschwellig, sondern sehr direkt:
Wenn deine Untertanen dir nicht gehorchen, dann zwinge sie einfach.

Hannah:
Das ist mir auch aufgefallen. Das Karma ist die ganze Zeit extrem präsent und stellenweise auch ziemlich (etwas zu?) aufdringlich.
Anna:
Soweit so gut, mir hat sich immer wieder die Frage gestellt, wie viel Macht ein Mensch haben sollte: Die Fürstenhäuser sind so viel mächtiger als die normale Bevölkerung, da Sie durch Generationen hinweg das Karma so "gezüchtet" haben, dass sie selbst im Vergleich zu einem einfachen Heiler, der etwas Karma besitzt, noch solche "Überwesen" sind, dass sie zu unnerreichbar sind.

Vielleicht ist mir auch deshalb klargeworden, wie wichtig es in anderen Büchern ist, dass niemand mit magischen Mächten den Thron erklimmen darf... Aber genug von meinem ethischen blabla,

Hannah:
Interessanter Gedanke eigentlich, aber ich denke das hängt einfach mit den wunderbar dargestellten Hierarchien zusammen. Ich meine, da das Buch in einem Königreich lebt spielt und jeder bereits mit der Begrüßung sein Standes- und Familiensymbol preisgibt und dein gegenüber deine Gefühle lesen und steuern kann wie in einem Buch, weshalb dann nicht über den Familienstand definieren, wie viel man über seinen Gegenüber erfahren darf?
Anna:
Kommen wir zum Gerechtigkeitssystem, das hier nur eins heißt: Gleiches mit Gleichem vergelten. Durch die sogenannten Vollstrecker wird jedem, der einen Mord begangen hat, der Schmerz übertragen, den das Opfer während der Tat gefühlt hat...

Zwar werden hier nicht Geistig gesunde Täter usw. nicht beachtet und es könnte auch Probleme mit psychisch kranken, die sich eben nur lebendig fühlen, wenn sie schmerzen haben, geben, aber das schiebe ich jetzt einfach auf den Umfang der Novelle, und wer außer mir kommt schon auf solche verqueeren Gedanken :)

Nicht haben kann ich solche Hüter-des-Geheimnisses, aber bei sowas bin ich einfach pingelig. Trotzdem: Das sind Drei Wörter, die kann man entweder zusammenschreiben oder einfach "Geheimnishüter" schreiben, ne ? :)
 *Pingelig-Modus-aus* Ups, jetzt fang ich auch schon so an^^

Caitlynn hat mir gut gefallen, auf der einen Seite, weil man grade soviel über sie weiß, dass sie greifbar und wirklich 3d wirkt, auf der anderen Seite, weil man soviel über sie nicht weiß, da man hier eher die Rolle der Beobachterin einnimmt, sodass man oft weniger weiß als Catelynn selbst.

Das hat mich zwar beim lesen etwas gestört, aber im Nachhinein finde ich es wirklich gut so, da das ganze so nicht den "Vollblutkrimi" Charakter hat, man aber trotzdem miträtseln kann, was auch ein Grund dafür ist, dass das die Novelle eingefleischten Krimifans vielleicht nicht ganz so gut gefallen könnte, für mich war es aber grade richtig.

Hannah:
Ich muss sagen, ich hatte mit den Charakteren echte Probleme, weil sie in meinem Kopf einfach keine Gestalt annahmen. Dadurch, dass das Buch so kurz ist, fehlten mir an manchen Stellen penible Details und ich hätte wirklich gerne mehr über Caitlynn erfahren, als das was sie oberflächlich preisgibt. Da hing ich auch bei allen anderen fest: durch das Charisma müssten die Charaktere eigentlich recht durchsichtig sein und auch die oberflächlichen Beschreibungen sind eher dürftig, dafür lassen sie aber Freiraum für Fantasie und geben einen guten allgemeinen Eindruck auf die gesamte Umgebung.
Anna:
Was ich wirklich klasse fand, war, dass Caitlynn sich nicht einfach einlullen lies sondern von vorneherein davon ausgegangen, dass jeder, egal ob Adelig oder nicht, der Mörder sein könnte, womit sie natürlich an viele Ecken anstößt, wovon sie sich aber nicht beeindrucken lassen hat.

Hannah:
Das hat mir auch gefallen. Man hatte viele Möglichkeiten zum miträtseln und einfach eine wunderbare Abwechslung zu anderen Büchern.

Wie kann man eine Novelle bewerten, die einfach völlig anders als die Fantasy ist, die man normalerweise liest? Es ist auf jedenfall eine gelungene Abwechslung für zwischendurch, und ich hoffe, es wird eine Fortsetzung geben, oder gleich einen Fantasyschmöker mit hunderten von Seiten^^



An Angelika Diem für dieses Rezensionsexemplar, auch wenn mich die Bemerkung über die "Knackigen Rezensionen" in der E-mail fasst mehr gefreut hat :)
Schaut auch mal bei ihrer *Seite* vorbei, unter anderem findet ihr da auch wunderschöne Gedichte^^

Dienstag, 5. Februar 2013

*BR* Die Novizin von Trudi Canavan

noch eine dt. Ausgabe
Die Vorgeschichte
meine Lieblingsausgabe
Band 1

Ja, Natürlich können in der Rezi für alle, die den ersten Band nicht gelesen haben, Spoiler enthalten sein. Bei Risiken und Nebenwirkungen fressen sie die Packungsbeilage und erschlagen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Infos & So:
Verlagsgruppe: Randomhaus (blanvalet/cbt)
Autorin: Trudi Canavan
Seiten: 608
Genre: High Fantasy
Preis: 9,95€

Die Reihe:
Die Gilde der schwarzen Magier:
1-Die Rebellin- *Rezi*
2-Die Novizin-
3-Die Meisterin-

Es gibt hier noch eine Vorgeschichte, Magie, 
und die Sonea Triologie, die nach dieser Triologie spielt :)

Kurzbeschreibung:
Sonea hat sehr unter ihren Mitschülern in der Magiergilde zu leiden, die ihre ärmliche Herkunft verachten und auf ihr Talent neidisch sind. Als Gildenmeister Akkarin sie unter seine Obhut nimmt, gerät sie jedoch in noch viel größere Probleme, denn Akkarin verbirgt ein düsteres Geheimnis ...

Cover&Co:
Die Novizin bietet sich hier als Titel wirklich an, und über den Reihentitel muss ich mich ja nicht mehr aufregen, weil das anscheinend im dritten Band geklärt werden soll.
Von den Covern her finde ich die Rebellin in der cbt Ausgabe am schönsten, die Novizin besticht vor allem durch einen wunderschönen Grünton.... Okay okay, sagen wir einfach froschgrün :)

meine Meinung: 
Was mir wieder wirklich gut gefallen hat, war die Fantasywelt. Kein überflüssiger Schnickschnack, der einem langsam mehr oder weniger zum Hals heraushängt, stattdessen ist selbst die Magie selbst plausibel, dass man sie fast schon als reine Wissenschaft betrachtet, so dass das Buch insgesamt eher ruhig wirkt.

Ich weiß nicht wirklich, was ich von diesem Buch halten soll, bisher waren alle Rezis, die ich dazu
gelesen habe, wirklich richtig gut, aber mich hat hier einfach das ein oder andere gestört:

Am Anfang hatte ich das Problem, dass es mich warum auch immer einfach viel zu sehr an House of Night erinnert hat, ich kann nicht wirklich beschreiben warum, vielleicht weil alle HoN Bücher die ich kenne in etwa so anfangen, aber davon konnte sich die Story wirklich schnell loseisen, und es liegt ja auch weniger am Buch als an meinem HoN-Trauma ;)

Was mich allerdings wirklich verwirrt hat, waren die Charakterwechsel. Es ist nicht mehr so schön übersichtlich wie im ersten Band,  sodass ein Kapitel einfach aus der Sicht einer Person geschrieben ist. Im Gegenteil, sobald eine Zeile frei gelassen wird befindet man sich wieder in der Sicht einer anderen Person, was mich grade in den ersten Kapiteln genervt hat, denn hier wechseln die Perspektiven wirklich andauernt! Arg!
Später wird das dann allerdings ruhiger, und man gewöhnt sich auch daran, aber die Aufteilung im ersten Band war, finde ich, deutlich angenehmer zu lesen.

Aus Sonea wurde ich in diesem Band leider nicht wirklich schlau, und obwohl sie, als ein Mädchen das in den Hüttenvierteln aufgewachsen ist, schon im ersten Band halbwegs erwachsen gewirkt hat, kommt sie mir hier vielleicht wie 15 vor, wenn überhaupt, aber ich konnte ihr einfach nicht abkaufen, dass sie 17 sein soll, auch wenn sie nochso logisch handelt und noch so ein schlaues Köpfchen besitzt.Trotzdem finde ich sie unterm Strich immer noch klasse :)

 Im Gegensatz zum ersten Teil hatten die Charaktere einfach etwas weniger Tiefe, vielleicht grade weil man viele nur kurz kennenlernt, Wirklich Charakter haben hier leider nicht alle, was aber auch daran liegen könnte das Sonea selbst eher..sagen wir mal, distanziert ist. Dafür fand ich die verschiedenen Beziehungen zwischen den Charakteren hier wirklich interessant, und grade das hat für mich die Geschichte getragen.

Manchmal hatte ich hier leider eher das Gefühl auf der Oberfläche herzumzudümpeln als wirklich in die Geschichte eintauchen zu können, und auch wenn sich die Autorin wirklich Mühe gegeben hat und auch Themen wie Homosexualität, die ständige Arm/Reich Problematik und Mobbing (kann man das bei Sonea noch so nennen) anschneidet,  hat mir hier Stellenweise einfach der Tiefgang gefehlt.

Trotzdem überzeugt das Buch mit einem netten Schreibstil, auch wenn ich nur bedingt sagen kann, dass die Geschichte mehr Fahrt aufnimmt, aber vielleicht bin ich da mit das Lied von Eis und Feuer etwas verwöhnt  :)

Vielleicht hat das Buch für mich deshalb eher Urlaubslektürenstatus:
Es macht auf jeden Fall spaß, es zu lesen, es gibt keine Passagen, die einfach nur abgrundtief langweilig sind, und es unterhält einen, ohne dass es einen sehr zum Nachdenken anregt.
Insgesamt wird für mich hier wahrscheinlich die Erinnerung an ein ganz nettes Buch zurückbleiben, viel mehr aber nicht ^^

Das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, aber die Novizin ist auf jeden Fall  eine würdige Fortsetzung zu die Rebellin, und auch durchaus für etwas jüngere Leseratten geeignet, auch wenn sie mich nicht zu 100% überzeugen konnte, sollte man wenn man Die Rebellin gelesen hat, auch die Novizin lesen, enttäuscht werdet ihr jedenfalls nicht ^^ Deshalb kriegt das Buch von mir solide 4 Kornblumen, ich hoffe, im nächsten Band kommt da noch was :)




Samstag, 29. Dezember 2012

*BR* Mercy - Gefangen von Rebecca Lim

Band 1
Band 1 englisch
Band 2
Kurz & Knapp:
 Autorin: Rebecca Lim
Verlag: Ravensburger Buchverlag
 Seiten: 256
 
Die Reihe: 
Mercy-ist Liebe ewig?
Gefangen
Erweckt
Besessen
Befreit



 Die Aufmachung: 
Beide:
Ein Drittel Gesicht mit glitzernder Pupille und darin einem leuchtenden Schimmer. Nicht besonders kreativ und ich sehe auch den Zusammenhang zum Buch, obwohl man natürlich spekulieren könnte, dass der Lichtschimmer in dem Auge Mercy sein soll. Grundsätzlich ist das Cover aber ganz hübsch, finde ich.

Zum Buch:
Die Idee klingt eigentlich ganz interessant. Ich meine, wer wandert schon von Körper zu Körper, übernimmt für einige Tage ein anderes Leben und macht sich dann aus dem Staub? Ein Glück, dass Mercy (der Hauptcharakter) nur sich selbst hasst und den Körpern nicht das Leben schwer macht.
Im Grunde genommen ist sie ganz sympathisch, aber ihr Erzählstil ist sehr umgangssprachlich und extrem offen. Das wirkt an manchen stellen übertrieben,
 ist aber doch mal etwas Neues und sehr erfrischend,

Anna:
Und es ist Gott sei dank nicht diese ich-finde-alle-Jugendlichen-schreiben-immer-mit-bindestrichen Sprache, was doch seeehr angenehm ist :)

Hannah:
Mercy ist aufmerksam und beobachtet viel. Die Charaktere sind durch ihre besonderen Fähigkeiten sehr ausgeprägt und Facettenreich. Das Klischee kommt aber auch nicht zu kurz: Eine kleine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, die perfekten Personen und solche, die sich hinter einer Fassade verstecken, aber hauptsächlich rutscht Mercy in Carmens Körper in eine spannende Geschichte und ein grooooooßes Geheimnis und kann natürlich nicht ihre Finger davon lassen.

Beide:
Irgendwie ist das gesamte Buch ziemlich kurz, was wirklich schade ist, weil es einen wirklich klasse Schreibstil hat, jedenfalls hätte die Autorin jeweils 2 Bände zusammenlegen können, finde ich ;D
Dadurch, dass das Buch so kurz ist, und so viele Fragen kaum beantwortet werden, hat man kaum Zeit, sich an die Charaktere zu gewöhnen, was sie leider nicht ganz dreidimensional wirken lässt, bzw. beschreibt Rebecca Lim zwar viel, aber eben viel verschiedenes, so das man trotzdem nicht das Gefühl hat die einzelnen Charaktere wirklich zu kennen.

Anna:
Was dafür wirklich gut war, war dass die Geschichte wirklich gut erzählt war, sodass es eigentlich nie wirklich langweilig war, und grade wie Carmen sich im Laufe des Buches entwickelt ist wirklich klasse, und die Fragen, die am Ende offen bleiben, machen wirklich Lust auf den zweiten Band :)
Was auch nicht so toll ist, ist der Preis, 15€ für ca 250 Seiten ist einfach ziemlich viel, also noch ein grund weshalb die ersten beiden Bände zusammengefasst werden sollten ;D

Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall lesenswert, auch wenn es sich vom Preis her nicht wirklich lohnt, hier gibt es 4 Kornblumen

Sonntag, 16. Dezember 2012

*HBR* Der Sommerfänger von Monika Feth

 Titel: Der Sommerfänger
Autor: Monika Feth
Leser: Julia Nachtmann, Regina Lemnitz, Kai Schuman und Aleksandar Radenkovic
 Preis: 19,99
Buch: 9,99



Teil 1: Der Erdbeerpflücker
Teil 2: Der Mädchenmaler
Teil 3: Der Scherbensammler
Teil 4: Der Schattengänger
 Teil 5: Der Sommerfänger
Neuerscheinung: Spiegelschatten

Aufmachung
 Im Zusammenhang mit dem Titel sehe ich einen Sinn, der Zusammenhang mit dem Inhalt jedoch muss man meiner Meinung nach von sehr weit herholen. Daran gefällt mir aber, dass, wie bei (fast) jedem Buch dieser Reihe, das Cover so unschuldig und schön ist und der "Charakter" des Buches dadurch nicht "auf dem Deckel geschrieben steht".

Zum (Hör)buch
Es ist der fünfte Band der Jette Reihe von Monika Feth. Ich hätte vielleicht mit Band 1 beginnen sollen, aber das hole ich gerade nach:). Der Sommerfänger ist also der fünfte Band, aber man kann die Geschichte auch aus dem Zusammenhang der anderen Bücher gerissen, lesen. Allerdings werden die Themen des ersten und dritten Bandes angesprochen, sodass es vielleicht besser wäre, mindestens diese zuerst zu lesen. 
Der Stil von Monika Feth, der mich auch in den anderen Büchern (Scherbensammler& Todesengel *meine Rezi lesen?*) so fasziniert hat, fand ich auch in diesem Buch wieder: die Perspektivwechsel innerhalb der Kapitel, die tiefen und realistischen Charaktere, dieser Schreibstil, der mit unzähligen Adjektiven und Vergleichen gefüttert ist und mir immer wieder unter die Haut geht.
Man spürt kaum, wie sie ein Beziehungsnetz zwischen verschiedenen Menschen spinnt und nebenbei noch eine zweite Geschichte erzählt. 
Die eigentliche Hauptgeschichte hat mich aber nicht so sehr überzeugt. Ich fand sie leider nicht sehr realistisch und man hat meine Vorstellungskraft (und mein Herz) irgendwie nicht erreicht.
Jette, Merle, Bert Melzig und ihr Umfeld sind ja in den Büchern sehr ähnlich, wenn auch die Partner von Bert Melzig sehr oft wechseln. Diese Charaktere lernt man von Buch zu Buch besser kennen und muss einfach Sympathie empfinden. Luke, der neue Protagonist in diesem Buch, ist eher unsympathisch und mir persönlich ein bisschen zu geheimnisvoll, aber ich kann auch seine Handlungen nachvollziehen. Alle Charaktere sind beeindruckend "vollständig", aufmerksam und toll beschrieben.
Das macht für mich auch den Thrill aus, wenn die Geschichte mich nicht sofort mitreißt. Diese genauen durch die Menschen hindurchsehenden Erzählungen, wie offen die Charaktere sind. Wie ist es möglich, einen Menschen so zu durchschauen oder sie sich auszudenken? Wo liegen die Parallelen zum Autor?

Das Hörbuch wechselt mit den Perspektiven auch die Leser, allerdings ist genau das auch irritierend und man muss sich beim hören konzentrieren.
Alles in allem lohnt sich das Lesen allein schon, um sich von Monika Feths Schreibstil in den Bann ziehen zu lassen und ich finde es sooooo schade, dass ich mit der Geschichte nicht klar kam.